Karl Meinel

Geboren am 10.08.1853 in Hof

Karl Meinel, in einer zeitgenössischen biografischen Quelle Carl geschrieben, unterrichtete Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer in Fürth. Der Jahresbericht 1889/90 nennt ihn als königlichen Studienlehrer für Arithmetik und Mathematik in allen fünf Lateinklassen sowie für Geographie in den drei oberen Klassen. Die gleiche besondere Amtsfunktion an der Fürther Schule verbindet die beiden Vornamensschreibungen; sie wird nicht allein aus der Namensähnlichkeit erschlossen.

Der Lehrplan macht seinen Unterricht anschaulich. In der ersten Klasse waren Grundoperationen, Primzahlen und Teilbarkeit vorgesehen. In der dritten kamen Bruch-, Zins- und Schlussrechnungen hinzu, in der vierten unter anderem Prozent-, Gesellschafts- und Mischungsrechnung. Für die fünfte Klasse nennt der Plan Algebra und Geometrie. Kartenzeichnen gehörte zur Geographie. Für die beiden unteren Geographieklassen wird Meinel aus diesen Angaben kein zusätzlicher Auftrag zugeschrieben.

Das Zentralblatt für Bibliothekswesen nennt 1900 den 10. August 1853 in Hof als Geburtstag und Geburtsort. Der zeitgenössische Personaleintrag beschreibt ein Studium von 1871 bis 1874 an der Universität und am Polytechnikum in München sowie an der Universität Erlangen. Es handelt sich um biografische Angaben eines Personalverzeichnisses; die Geburtsurkunde wurde noch nicht selbst geprüft.

Meinel verband die Schule mit einer weiteren Bildungsaufgabe der Stadt. Nach demselben Original war er seit 1. November 1895 nebenamtlicher Stadtbibliothekar und zugleich königlicher Gymnasialprofessor für Mathematik und Physik am Humanistischen Gymnasium in Fürth. FürthWiki führt ihn als Carl Meinel und verweist auf diese Quelle. Der genaue Amtsbeginn lässt sich am Original präziser angeben als mit der bloßen Jahreszahl 1895.

Das Adressbuch 1899 führt Karl Meinel als königlichen Gymnasialprofessor in der Dambacherstraße 3, erster Stock. Die Adresse ist ein zeitgebundener Wohnnachweis und kein Beleg für Eigentum. Familie und Lebensende sind noch offen. Der 1854 belegte gleichnamige Chatoullenfertiger wird wegen des Geburtsjahrs 1853 nicht mit diesem Lehrer verbunden.

Quellen und offene Fragen

  1. Jahresbericht der Kgl. Lateinschule Fürth 1889/90. Druckseite/Scan 3: Mathematik/GeographieKarlMeinel. Zeitgenössisches Original, Bild selbst gelesen.
  2. Jahresbericht der Kgl. Lateinschule Fürth 1889/90. Druckseite/Scan 8: IV.Arithmetik/Geographie. Zeitgenössisches Original, Bild selbst gelesen.
  3. Jahresbericht der Kgl. Lateinschule Fürth 1889/90. Druckseite/Scan 9: III.Arithmetik/Geographie. Zeitgenössisches Original, Bild selbst gelesen.
  4. Jahresbericht der Kgl. Lateinschule Fürth 1889/90. Druckseite/Scan 12: I.ArithmetikFortsetzung. Zeitgenössisches Original, Bild selbst gelesen.
  5. Zentralblatt für Bibliothekswesen, Band17, 1900. Druckseite132, Scan162: Nachträge und Berichtigungen zum Personalverzeichnis, Fürth (Bayern), Stadtbibliothek. Zeitgenössischer biografischer Personaleintrag, Originalbild selbst gelesen; keine Geburtsurkunde.
  6. FürthWiki: Carl Meinel. Artikelversion 832055; vollständig gelesen18.10.2026. FürthWiki-Autorinnen und -Autoren, CC BY-SA3.0; eigene Faktenprosa, keine Text-/Bildübernahme.
  7. Adressbuch der Stadt Fürth 1899. I.Teil, Druckseite 131, Scan 201, KarlMeinel. Zeitgenössisches Original, Bild selbst gelesen; Einwohneradresse, kein Eigentumsnachweis.

Karl/Carl I2+ überFürtherGymnasialamtMathematik/Physik. Geburtstag imzeitgenössischenPersonalverzeichnis, keineGeburtsurkunde. Todesdatum/Familie offen. Wiki-MetadatenVerstorben=Nein nicht alsLebendnachweis übernommen. Handwerker1854 ausgeschlossen.

Quellenprüfung: 18.10.2026.